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Wiederbelebung beim Baby & Kind

In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie genau du die Herz-Lungen-Wiederbelebung beim Baby und Kind durchführst. Auch wenn es glücklicherweise sehr selten zu einem Herzstillstand beim Kind kommt, solltest du dennoch wissen, wie du diesen erkennen kannst und was dann zu tun ist. Denn wenn ein solcher Fall eintritt, zählt wirklich jede Sekunde.

1. Grundsätzliches

2. Videolektion

3. Empfohlenes Vorgehen




1. Grundsätzliches

Das Thema "Herz-Lungen-Wiederbelebung" beschreibt das worst-case-Szenario. Also der schlimmste Fall der eintreten kann. Dass ein solcher Fall beim Kind eintritt, ist äußerst selten. Ohne konkrete Zahlen zu nennen, können wir dir versichern, dass die Wahrscheinlichkeit, dass du bei deinem Kind einen solchen Notfall erlebst, äußerst gering ist. Trotzdem solltest du wissen, was bei einem solchen Fall zu tun ist, denn wenn dieser eintritt kommt es nur noch auf dein sofortiges und richtiges Handeln an.


Mehr über dieses Thema erfährst du in unserem Online-Kindernotfallkurs. Im nachfolgendem Video stellen wir dir einige Auszüge daraus vor.

Bitte beachte, dass es im Notfall darauf ankommt, dass du dein Wissen auch praktisch anwenden kannst. Daher empfehlen wir dir zusätzlich zu diesem Beitrag, unbedingt einen unserer Online- oder Live- Notfallkurse bzw. Kindernotfallkurse zu absolvieren.



2. Empfohlenes Vorgehen

Bei der Wiederbelebung wird nicht nur zwischen Erwachsenem und Kind, sondern auch zwischen Säugling und größeren Kindern unterschieden:

Wiederbelebung beim Säugling

Wenn du einen offenbar bewusstlosen Säugling vorfindest, prüfe zuerst, ob und welche Lebenszeichen vorhanden sind. Spreche den Säugling also laut und deutlich an und fasse ihn zudem an. Sollte dein Säugling auf diese Reize nicht reagieren, rufe laut um Hilfe.

Überprüfe nun die Atmung des Säuglings. Überstrecke hierzu den Kopf nur minimal, bis der Mund gerade nach oben zeigt. Halte den Kopf des Säuglings in dieser Position. Beuge dich nun mit deinem Ohr direkt über Mund und Nase des Säuglings. Drehe deinen Kopf in Richtung Bauch und Brustkorb des Kindes. Prüfe nun ungefähr 10 Sekunden lang, ob du Atemaktivitäten sehen, hören oder fühlen kannst. Unterstützend kannst du auch den Kopf mit der einen Hand halten und die andere Hand auf den Oberbauch des Kindes legen und so fühlen, ob eine Atmung vorhanden ist.

Kommst du zu dem Schluss, dass der Säugling nicht, oder nicht ausreichend, atmet, musst du mit der Wiederbelebung beginnen.

Lege das Kind auf eine feste Unterlage, zum Beispiel auf einen Tisch oder auf den Boden. Führe die Wiederbelebung nicht im Bett oder auf anderen weichen Unterlagen durch. Beatme den Säugling nun 5 Mal. Hole normal Luft und bringe den Kopf des Säuglings wieder in die minimal überstreckte Position. Umschließe nun Mund und Nase des Kindes mit deinem eigenen Mund und beatme den Säugling. Beobachte dabei den Brustkorb des Kindes. Sobald sich der Brustkorb offensichtlich hebt, hast du es ausreichend beatmet.

Hat der Säugling auch nach diesen fünf Beatmungen weiterhin keine Lebenszeichen, bleibe weiterhin ruhig und beginne mit der Herzdruckmassage. Drücke hierzu mit zwei Fingern auf das untere Drittel des Brustbeins. Drücke 3-4 cm tief. Habe keine Angst davor etwas zu verletzen. Damit die Herzdruckmassage effektiv wird, muss so tief gedrückt werden. Drücke ungefähr 2 Mal pro Sekunde, also etwas über einhundert Mal pro Minute. Nach 30 Wiederholungen folgen nun wieder zwei Beatmungen.

Führe nun Herzdruckmassage und Beatmung abwechselnd in dem Rhythmus 30:2 durch. Versuche so wenig Zeit wie möglich zwischen Herzdruckmassage und Beatmung zu verlieren. Wenn ihr zu zweit seid, übernimmt eine Person die Beatmung, während die andere die Druckmassage durchführt. Auch zu zweit musst du Beatmung und Herzdruckmassage abwechselnd durchführen. Du kannst nicht zeitgleich beatmen und drücken.

Bist du alleine, empfehlen aktuelle Leitlinien diese Maßnahme eine Minute lang durchzuführen, dann den Notruf zu wählen und anschließend unverzüglich weiter mit der Wiederbelebung fortzufahren.

Führe die Beatmung und Herzdruckmassage abwechselnd, möglichst ohne Unterbrechung durch, bis der Rettungsdienst eintrifft, oder der Säugling wieder Lebenszeichen zeigt.
Wiederbelebung beim größeren Kind

Größere Kinder, also Kinder über einem Jahr sind körperlich so weit entwickelt, dass du die Technik der Wiederbelebung in ein paar wenigen Punkten etwas anpassen musst. Das Alter ist hierbei nicht die wesentliche Grenze, sondern die körperliche Entwicklung. Entscheide in Grenzfällen einfach, welche Technik deiner Meinung nach am besten passt.

Beim größeren Kind gehst du folgendermaßen vor: Prüfe, ob und welche Lebenszeichen vorhanden sind. Spreche das Kind also laut und deutlich an und berühre es. Sollte dein Kind auf diese Reize nicht reagieren, rufen laut um Hilfe.

Überprüfe nun die Atmung des Kindes. Überstrecke hierzu den Kopf des Kindes etwas weiter, wie du das beim Säugling tust, aber noch nicht ganz nach hinten. Halte den Kopf des Kindes in dieser Position. Beuge dich nun mit deinem Ohr direkt über Mund und Nase des Kindes. Drehe deinen Kopf in Richtung Bauch und Brustkorb des Kindes. Prüfen nun ungefähr 10 Sekunden lang, ob du Atemaktivitäten sehen, hören oder fühlen kannst. Unterstützend kannst du auch den Kopf mit der einen Hand halten und die andere Hand auf den Oberbauch des Kindes legen und so fühlen, ob eine Atmung vorhanden ist.

Kommst du zu dem Schluss, dass dein Kind nicht, oder nicht ausreichend atmet, musst du mit der Wiederbelebung beginnen.

Lege dein Kind auf eine feste Unterlage. Zum Beispiel einen Tisch oder auf den Boden. Führe die Wiederbelebung nicht im Bett oder auf anderen weichen Unterlagen durch. Beatme das Kind nun 5 Mal. Hole selbst normal Luft und bringe den Kopf des Kindes wieder in die leicht überstreckte Position. Beim größeren Kind führst du eine Mund-zu-Mund-Beatmung durch. Halte dabei die Nase des Kindes zu und beatme das Kind. Beobachte dabei den Brustkorb. Sobald sich der Brustkorb offensichtlich hebt, hast du das Kind ausreichend beatmet.

Hat das Kind auch nach diesen fünf Beatmungen weiterhin keine Lebenszeichen, bleibe weiterhin ruhig und beginne mit der Herzdruckmassage. Drücke hierzu mit einem Handballen auf das untere Drittel des Brustbeins. Drücke 4-5 cm tief. Fehlt dir die Kraft, kannst du natürlich auch eine zweite Hand zur Unterstützung nehmen.

Habe keine Angst davor etwas zu verletzen. Damit die Herzdruckmassage effektiv wird, muss so tief gedrückt werden. Drücke ungefähr 2 Mal pro Sekunde, also etwas über einhundert Mal pro Minute. Nach 30 Wiederholungen folgen nun wieder zwei Beatmungen. Führe nun Herzdruckmassage und Beatmung abwechselnd in dem Rhythmus 30:2 durch. Versuche so wenig Zeit wie möglich zwischen Herzdruckmassage und Beatmung zu verlieren.

Wenn ihr zu zweit seid, übernimmt eine Person die Beatmung, während die andere die Druckmassage durchführt. Auch zu zweit musst du Beatmung und Herzdruckmassage abwechselnd durchführen. Du kannst nicht zeitgleich beatmen und drücken.

Auch beim größeren Kind führst du Beatmung und Herzdruckmassage abwechselnd, möglichst ohne Unterbrechung, durch bis der Rettungsdienst eintrifft, oder das Kind wieder Lebenszeichen zeigt.

Bitte beachte, dass es im Notfall darauf ankommt, dass du dein Wissen auch praktisch anwenden kannst. Daher empfehlen wir dir zusätzlich zu diesem Beitrag unbedingt einen unserer Online- oder Live- Notfallkurse bzw. Kindernotfallkurse zu absolvieren.


In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie genau du die Herz-Lungen-Wiederbelebung beim Baby und Kind durchführst. Auch wenn es glücklicherweise sehr selten zu einem Herzstillstand beim Kind kommt, solltest du dennoch wissen, wie du diesen erkennen kannst und was dann zu tun ist. Denn wenn ein solcher Fall eintritt, zählt wirklich jede Sekunde.